Ein Magnesium Komplex ist nur dann besser als ein Magnesium mit einer einzigen Form, wenn auf dem Etikett steht, wie viel Magnesium aus welcher Form kommt, und bei den meisten steht das nicht drauf. Wir haben 13 verbreitete Präparate aus Drogerie, Apotheke und Onlinehandel verglichen und nachgerechnet: In allen vier Komplexen steckt Magnesiumoxid, die günstigste Form, und nur ein einziger sagt, wie viel Magnesium daraus stammt. Sechs weitere bestehen komplett aus Oxid, darunter das teuerste der 13.

Wofür Magnesium gut ist und wie viel du brauchst, klärt unser Magnesium-Guide, wir schauen hier nur in die Packungen.

Was ist ein Magnesium Komplex?

Ein Magnesium Komplex ist ein Präparat, das mehrere Magnesiumverbindungen in einer Kapsel oder Tablette mischt, zum Beispiel Oxid, Citrat und Bisglycinat. Eine feste Definition gibt es für den Begriff nicht, wie viele Formen drin sind und in welchem Verhältnis, entscheidet jeder Hersteller selbst.

Verschiedene Formen gibt es, weil sich reines Magnesium nicht in eine Kapsel füllen lässt. Es braucht immer einen Bindungspartner, und der bestimmt, wie viel Platz das Ganze braucht und wie gut es sich im Darm löst: bei Oxid ist das Sauerstoff, bei Citrat die Zitronensäure und bei Bisglycinat die Aminosäure Glycin.

Magnesiumoxid besteht zu rund 60 % aus Magnesium, Citrat und Bisglycinat kommen je nach Variante nur auf 12 bis 16 %. Für dieselbe Menge Magnesium brauchst du also etwa vier- bis fünfmal so viel Citrat wie Oxid. Oxid ist damit klein, leicht und billig, und wer „400 mg“ auf eine günstige Tablette schreiben will, kommt daran kaum vorbei. Dass Oxid in so vielen Packungen steckt, liegt also ganz sicher nicht daran, was dein Körper daraus macht, sondern am Einkaufspreis des Rohstoffs. Nicht umsonst waren in unserem Vergleich alle drei Drogerieprodukte reines Oxid. Wie sich das genau umrechnet, steht in unserem Vergleich der Magnesiumformen.

Magnesium Komplex im Vergleich: die Ergebnisse

Die Hälfte der 13 Präparate kostet höchstens 0,17 € am Tag, das günstigste 0,05 €. Ganz ohne Oxid kommen nur drei aus, eine Brausetablette mit Citrat, ein Arzneimittel und eine Kapsel mit Bisglycinat, und die kosten zwischen 0,24 und 0,41 € am Tag. In der letzten Zeile der Tabelle steht zum Vergleich unser eigenes Magnesium, CALM von Fifty Five.

Produkt Formen Anteile je Form angegeben? Magnesium pro Tag Preis pro Tag
Drogerie-Eigenmarke A, Tablette Oxid nur eine Form 400 mg (1 Tablette) 0,05 €
Drogerie-Eigenmarke B, Tablette mit B-Vitaminen Oxid nur eine Form 400 mg (1 Tablette) 0,06 €
Drogerie-Markenprodukt, Tablette Oxid nur eine Form 400 mg (1 Tablette) 0,10 €
Apothekenmarke A, Tablette mit B-Vitaminen Oxid nur eine Form bis zu 400 mg (eine halbe bis eine Tablette) 0,12 €
Apothekenmarke B, Tablette Oxid nur eine Form 400 mg (1 Tablette) 0,17 €
Apothekenmarke C, Kapsel Oxid nur eine Form 400 mg (1 Kapsel) 0,43 €
Apothekenmarke D, Brausetablette Citrat nur eine Form 400 mg (1 Brausetablette) 0,41 €
Arzneimittel aus der Apotheke, Dragee Citrat, Glutamat Gewicht der Verbindungen ab 120 mg (3 bis 9 Dragees) ab 0,24 €
Online-Marke A, Komplex Oxid, Citrat, Bisglycinat, Malat, Ascorbat nein 400 mg (2 Kapseln) 0,26 €
Online-Marke B, Komplex Oxid, Citrat, Bisglycinat, Malat, Ascorbat nur das Gewicht der Verbindungen 400 mg (2 Kapseln) 0,26 €
Online-Marke C, Komplex Oxid, Citrat, Bisglycinat, Malat, Ascorbat nein 400 mg (2 Kapseln) 0,15 €
Online-Marke D, Komplex Citrat, Oxid, Carbonat ja, in Magnesium (69 % aus Oxid) 350 mg (1 Tablette) 0,10 €
Online-Marke E, Kapsel Bisglycinat nur eine Form 194 mg (2 Kapseln) 0,36 €
Zum Vergleich: CALM, Kapsel Bisglycinat, Citrat Verhältnis 65 zu 35 206 mg (2 Kapseln) 0,93 €

Und jetzt wird es wirklich interessant: Das teuerste der 13 Präparate kommt aus der Apotheke und ist reines Magnesiumoxid. Es kostet 0,43 € am Tag und damit mehr als das Achtfache der günstigsten Drogerietablette. Drin steckt in beiden aber genau dieselbe Verbindung. Am Preis erkennst du die Form also nicht, nur am Etikett.

So haben wir verglichen

Preis, Zutaten und Verzehrempfehlung haben wir am 24. September 2026 von Etiketten, Produktseiten und einer Fachinformation abgeschrieben, ein Labor war nicht beteiligt. Die Auswahl reicht von den Eigenmarken zweier Drogerieketten über Apothekenmarken und ein zugelassenes Arzneimittel bis zu fünf bekannten Marken aus dem Onlinehandel. Markennamen nennen wir nicht, uns geht es hier um Formen und Zahlen. Bei einer der beiden Drogerie-Eigenmarken stammt der Magnesiumgehalt aus dem Produktnamen und einer Nährwertdatenbank, an der Stelle ist die Tabelle also nicht ganz so belastbar.

Woran erkenne ich ein gutes Magnesium-Präparat?

Ein gutes Magnesium-Präparat erkennst du am Etikett: Es nennt Form und Menge, besteht nicht überwiegend aus Oxid und bleibt bei höchstens 250 mg Magnesium am Tag. Uns liegt daran, dass du das künftig selbst beurteilen kannst, und dafür reichen fünf Blicke. Das dauert keine zwei Minuten.

  1. Magnesium pro Tag. In der Nährwerttabelle steht, wie viel Magnesium die Tagesportion liefert. Nur diese Zahl lässt sich vergleichen, denn das Gewicht der ganzen Verbindung ist immer viel höher.
  2. Die Verbindung. Ob Oxid, Citrat, Bisglycinat oder Carbonat drin ist, steht in der Zutatenliste.
  3. Bei Komplexen die Anteile. Ein gutes Etikett sagt, wie viel Magnesium aus welcher Form stammt. Wenn das fehlt, bleib skeptisch.
  4. Die Menge. Liefert ein Präparat mehr als 250 mg am Tag, liegt es über der Obergrenze. Steckt dann noch alles in einer einzigen Tablette, kannst du nicht einmal weniger nehmen.
  5. Der Rest der Liste. Je kürzer sie nach dem Magnesium weitergeht, desto leichter lässt sich das Produkt einschätzen, in unserem Vergleich standen dort unter anderem gehärtete Fette, Talkum und Süßstoffe.

Ist ein Magnesium Komplex sinnvoll, oder reicht eine Form?

Eine Mischung ist dann sinnvoll, wenn jede Form darin eine Aufgabe hat und das Etikett die Anteile nennt. Mehr Formen allein machen ein Präparat nicht besser, und ein Magnesium mit nur einer gut gewählten Form ist kein schlechteres Produkt.

Am besten belegt ist der Abstand zwischen Citrat und Oxid. In einer doppelblinden Studie mit 46 Erwachsenen über 60 Tage brachte Citrat die höchsten Magnesiumwerte im Blut, eine an Aminosäuren gebundene Form wurde ebenfalls besser aufgenommen als Oxid, und Oxid schnitt nicht besser ab als das Scheinpräparat. Die Studie war klein, steht aber nicht allein: Als vier Handelspräparate an gesunden Freiwilligen getestet wurden, wurden vom Magnesiumoxid bloß rund 4 % aufgenommen.

Was nicht aufgenommen wird, bleibt im Darm und zieht dort Wasser nach, weshalb Magnesiumoxid in sehr hoher Dosis sogar als Abführmittel bei Patienten mit chronischer Verstopfung untersucht wurde. Ben aus unserer Story hat das schon mit einer günstigen Jahrespackung 400er Magnesiumoxid erlebt, nachzulesen in Bens Geschichte aus dem Schichtdienst.

Bisglycinat gilt als die Form, die der Bauch am besten verträgt, und die ersten Daten dazu sprechen auch dafür. Untersucht ist das allerdings bisher nur im Kleinen, die meistgenannte Studie lief mit zwölf operierten Darmpatienten und einer einzigen Portion, und was dabei herauskam, steht in unserem Formen-Vergleich unter Magnesiumbisglycinat. Über mehrere Wochen und an Gesunden hat das noch niemand verglichen.

Tri-, 5-fach-, 7-fach- oder 8-fach-Komplex: Was sagt die Zahl auf der Packung?

Die Zahl sagt, wie viele Formen in einem Präparat stecken, aber nicht, wie viel Magnesium jede davon liefert. Einen Komplex mit sieben oder acht Formen hatten wir nicht dabei, unsere vier hatten drei oder fünf, die Rechnung bleibt aber dieselbe.

Einer der Komplexe nennt wenigstens das Gewicht jeder Verbindung: pro Tag 400 mg Oxid und je 300 mg von vier anderen Formen. Das klingt nach einer fairen Verteilung, Oxid bringt aber viel mehr Magnesium mit und liefert allein gut 240 der 400 mg, für jede der anderen vier bleiben um die 40 mg. Fünf Namen stehen gleich groß auf der Packung, und einer davon liefert rund sechsmal so viel wie jeder andere.

Fehlt jede Mengenangabe, hilft nur die Zutatenliste, denn die ist nach Gewicht sortiert. Bei drei unserer vier Komplexe steht Magnesiumoxid ganz vorn, beim vierten Citrat, weil davon ein paar Milligramm mehr in der Tablette sind, und trotzdem kommt sein Magnesium zu 69 % aus dem Oxid.

Was darf auf der Packung stehen?

„Für Muskeln und Nerven“ steht so oder ähnlich auf vielen Magnesium-Packungen. Dahinter stehen Aussagen, die in der EU geprüft und zugelassen sind, für Magnesium sind es zehn, zum Beispiel dass es zu einer normalen Muskelfunktion, zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung beiträgt. Nach der Form unterscheidet die EU-Liste der zugelassenen Gesundheitsaussagen dabei nicht, und dass Citrat besser aufgenommen wird als Oxid, kommt aus Studien und steht auf keiner offiziellen Liste.

Magnesium hochdosiert: Warum sind 400 mg nicht besser?

Mehr ist bei Magnesium aus Präparaten nicht besser, denn 400 mg liegen über der Grenze, die in der EU dafür gilt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) führt für Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln 250 mg pro Tag als Obergrenze, das Magnesium aus dem Essen zählt dabei nicht mit.

Die Grenze kommt vom Darm: Der wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU hat dafür Studien ausgewertet, in denen es bis zu dieser Menge ruhig blieb, während ab rund 360 mg einige Teilnehmende weichen Stuhl bekamen. Beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gilt dieselbe Höchstmenge.

In unserem Vergleich liefern zehn der 13 Präparate 400 mg pro Tag. Das sind 150 mg mehr, als die EFSA als Obergrenze führt, und ein weiteres liegt mit 350 mg ebenfalls darüber. Bei acht dieser elf steckt die ganze Tagesmenge außerdem in einer einzigen Tablette, Kapsel oder Brausetablette, kleiner dosieren lässt sich da also nichts. „Hochdosiert“ beschreibt die Menge, über die Qualität sagt das Wort nichts.

So viel muss ein Präparat auch nicht liefern, denn die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt als Richtwert 350 mg am Tag (Männer) und 300 mg (Frauen), und das ist die Summe aus Essen, Getränken und Präparat. Mehr dazu steht im Artikel zur Magnesium-Dosierung und Obergrenze.

Magnesium aus Drogerie, Apotheke oder Onlinehandel: Wo liegen die Unterschiede?

Zwischen Drogerie und Apotheke lag der Unterschied in unserem Vergleich vor allem beim Preis und kaum bei der Form: Alle drei Drogerieprodukte und drei der fünf Apothekenprodukte bestanden aus reinem Magnesiumoxid.

Viele kaufen ihr Magnesium ja gezielt in der Drogerie, andere gehen lieber in die Apotheke, weil es sich dort irgendwie „sicherer“ anfühlt. Für die Form macht das nach unseren Zahlen erstaunlich wenig aus. In der Apotheke gab es immerhin zwei Ausnahmen, die Brausetablette mit Citrat und das Arzneimittel, dessen Fachinformation jede Verbindung aufs Milligramm genau nennt.

Online stehen zwar die meisten Formen auf dem Etikett, bei vier von fünf Produkten ist aber trotzdem Oxid dabei. Egal wo du kaufst, auf die Rückseite schauen musst du überall.

Magnesium Testsieger: Was haben Stiftung Warentest und Öko-Test geprüft, und was nicht?

Einen aktuellen Magnesium-Testsieger der Stiftung Warentest gibt es nicht, zumindest stand auf test.de am 30. September 2026 kein Test, der Magnesium-Präparate vergleicht und benotet. Der Beitrag „Hilft Magnesium bei Muskelkrämpfen?“ vom Februar 2026 wertet Studien aus, und der Heftartikel „Magnesiumpräparate: Wohltat für Waden“ stammt aus dem Oktober 2001. Die Preise stehen dort noch in Pfennig.

Öko-Test hat dagegen im Juni 2026 28 Präparate geprüft, die Ergebnisse je Produkt gibt es dort aber nur gegen Bezahlung. Öffentlich nennt das Magazin vier Kritikpunkte: Für gesunde Erwachsene seien die Präparate in aller Regel unnötig, jedes zweite liege über der Höchstmenge des BfR, dazu kommen umstrittene Zusatzstoffe wie Süßstoffe und Talkum und fehlende Hinweise auf der Packung. Christine Throl, Biologin bei Öko-Test, sagt es so: „Bis zu 1,25 Euro kosten die Magnesiumpräparate in unserem Test pro Tag. Gesunde Menschen können sich das Geld in der Regel sparen.“

Da widersprechen wir gar nicht, auch die DGE hält einen echten Magnesiummangel für „relativ selten“, solange jemand ausgewogen isst und der Stoffwechsel gesund ist. Ein Präparat ist ja für die Lücke da, und ob du eine hast, kannst du mit unserer Übersicht der Lebensmittel mit Magnesium ganz gut abschätzen.

Nach der Form fragt keiner der vier Kritikpunkte, und um die geht es in unserem Vergleich. Viele „Testsieger“-Listen, die du bei der Suche findest, kommen übrigens von Vergleichsportalen oder von Herstellern selbst, und weil wir selbst ein Magnesium herstellen, küren wir hier keinen Sieger.

Wo steht CALM in diesem Vergleich?

CALM steht als letzte Zeile in der Tabelle und erfüllt alle drei Kriterien, an denen wir die anderen messen: kein Magnesiumoxid, genannte Anteile und eine Menge unter der Obergrenze. Zwei Kapseln am Tag liefern 206 mg elementares Magnesium aus Bisglycinat und Citrat, die im Verhältnis 65 zu 35 gemischt sind, und 2,0 mg Vitamin B6 in seiner aktiven Form.

Ich habe CALM zusammen mit Ärzten und Ernährungswissenschaftlern entwickelt, und jede Entscheidung darin hat einen Grund. Die zwei Formen haben wir bewusst kombiniert, weil jede etwas anderes gut kann: Citrat ist leicht löslich und damit schnell für den Körper da, Bisglycinat kommt langsamer nach und wird dafür besonders gut vertragen, auch wenn du es jeden Tag nimmst. Oxid haben wir weggelassen, denn davon nimmt der Körper nur einen kleinen Teil auf, und der Rest bindet Wasser im Darm. Mit 206 mg ergänzt CALM dein Essen und liegt deshalb unter den 250 mg. Und weil es zwei Standard-Kapseln sind, bleibt die Dosis teilbar: beide abends zum Essen oder je eine zu zwei Mahlzeiten.

CALM kostet 27,99 € pro Glas mit 30 Tagesportionen, das macht 0,93 € am Tag und liegt damit unter 1 €. In unserer Tabelle ist das der höchste Preis, und dazu stehen wir auch. Dafür bekommst du nämlich zwei Formen, die wir bewusst kombiniert haben, in einer Menge unter der Obergrenze, und kein Oxid, das in jedem der Präparate bis 0,17 € am Tag steckt.

Was kostet das Magnesium, das wirklich ankommt?

Der Preis pro Milligramm auf dem Etikett sagt leider wenig darüber, wie viel Magnesium du für dein Geld wirklich im Körper hast. Wir haben das deshalb einmal für die reinen Oxid-Präparate aus unserer Tabelle nachgerechnet, die eine feste Tagesmenge von 400 mg haben. Grundlage unserer Rechnung sind die rund 4 %, die in einem Vergleich von vier Handelspräparaten aus Magnesiumoxid aufgenommen wurden. Die Zahl stammt aus einer einzelnen Studie mit US-Präparaten, als Richtschnur taugt sie aber durchaus. Von 400 mg auf der Packung kommen damit nur etwa 16 mg bei dir an, und gemessen an den 300 mg, die die DGE für Frauen ansetzt, sind das gerade mal rund 5 %.

Aus dem Schnäppchen auf dem Etikett wird so ganz schnell ein Präparat, das dir am Tag gerade mal rund 16 mg bringt, und zwar egal, ob du in unserer Tabelle 5 oder 43 Cent dafür bezahlst.

Für CALM können wir so eine Rechnung leider nicht aufmachen, denn eine gemessene Aufnahmequote gibt es für unsere Mischung nicht, und eine Zahl erfinden wir nicht. Belegt ist aber die Richtung, und die ist ziemlich eindeutig: In Studien am Menschen kam aus Citrat deutlich mehr Magnesium an als aus Oxid. In der doppelblinden Studie mit 46 Erwachsenen von weiter oben brachte Citrat die höchsten Blutwerte, während Oxid nicht einmal über dem Scheinpräparat lag, und schon in einer texanischen Untersuchung von 1990 stieg das Magnesium im Urin nach Citrat um ein Vielfaches stärker als nach Oxid. Mit CALM zahlst du also nicht für eine beeindruckende Zahl auf dem Etikett, von der am Ende nur ein Bruchteil ankommt, sondern für 206 mg aus Citrat, das nachweislich besser aufgenommen wird als Oxid, und Bisglycinat, das als besonders bekömmlich gilt. Genau deshalb halten wir die 0,93 € am Tag für wirklich gut angelegtes Geld.

Falls du daneben noch Vitamin D oder Zink nimmst, steht unter Magnesium kombinieren, wie das zusammenpasst. Wir haben CALM so gemacht, dass es einem Blick aufs Etikett standhält, und daran kannst du es messen wie jedes andere Präparat auch.

FAQ

Welcher Magnesium Komplex ist der beste?

Der beste Magnesium Komplex besteht nicht überwiegend aus Magnesiumoxid, legt die Anteile je Form offen und liefert höchstens 250 mg Magnesium pro Tag. In unserem Vergleich erfüllte keiner der vier geprüften Komplexe alle drei Punkte, einen Sieger nennen wir deshalb nicht. Unser eigenes CALM erfüllt alle drei, und prüfen kannst du die Kriterien an jedem Etikett selbst.

Ist teures Magnesium besser als günstiges?

Nicht automatisch, denn das teuerste Präparat in unserem Vergleich war reines Magnesiumoxid. Einen höheren Preis rechtfertigt die Form, und da zeigen die Studien eine klare Richtung: In einer 60-Tage-Studie brachte Citrat die höchsten Magnesiumwerte im Blut, während Oxid nicht besser abschnitt als das Scheinpräparat. Genau dafür zahlst du bei CALM: Bisglycinat und Citrat statt Oxid, 206 mg unter der Obergrenze, bei 0,93 € pro Tag.

Hat ein Magnesium Komplex Nebenwirkungen?

Die typische Nebenwirkung ist ein weicher Stuhl, im ungünstigen Fall Durchfall, bei einem Komplex genauso wie bei jedem anderen Magnesium-Präparat, und das Risiko steigt mit der Menge. Mehr dazu, auch zu Medikamenten, gibt es im Artikel zu den Nebenwirkungen.

Wann nimmt man einen Magnesium Komplex ein?

Am besten zu einer Mahlzeit, egal ob Komplex oder einzelne Form, denn zum Essen nimmt der Körper etwas mehr Magnesium auf als ohne. Ob morgens oder abends besser passt, klären wir unter Wann Magnesium einnehmen.

Warum ist Magnesiumoxid so günstig?

Magnesiumoxid besteht zu rund 60 % aus Magnesium und braucht deshalb sehr wenig Material für 400 mg, reine Oxid-Tabletten kosteten in unserem Vergleich ab 0,05 € pro Tag. Aufgenommen wird davon allerdings wenig, in einem Vergleich an gesunden Freiwilligen waren es rund 4 %.

Was ist der Unterschied zwischen einem Magnesium Komplex und Magnesiumbisglycinat?

Magnesiumbisglycinat ist eine einzelne Magnesiumverbindung, ein Magnesium Komplex ist eine Mischung aus mehreren. In unserem Vergleich stand Bisglycinat bei drei der vier Komplexe auf dem Etikett, jedes Mal ohne Angabe, wie viel Magnesium daraus stammt.

Disclaimer:

Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt oder Apotheker. Die hier bereitgestellten Informationen sollten nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei Gesundheitsfragen oder -beschwerden konsultiere bitte immer einen Arzt deines Vertrauens. Fifty Five übernimmt keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.

Quellen

  1. Eigene Erhebung Fifty Five: 13 Magnesium-Präparate aus Drogerie, Apotheke und Onlinehandel. Preise, Zutaten und Verzehrempfehlungen von Händler-, Hersteller- und Apothekenseiten, Produktdatenbanken und einer Fachinformation, Stichtag 24.09.2026. Preis pro Tag = Packungspreis geteilt durch Verzehrtage laut Hersteller. Anteile je Form, wo nur das Gewicht der Verbindungen angegeben ist, aus der Summenformel berechnet.
  2. Walker AF, Marakis G, Christie S et al.: Mg citrate found more bioavailable than other Mg preparations in a randomised, double-blind study. Magnesium Research, 2003. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/14596323
  3. Firoz M, Graber M: Bioavailability of US commercial magnesium preparations. Magnesium Research, 2001. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11794633
  4. Lindberg JS, Zobitz MM, Poindexter JR et al.: Magnesium bioavailability from magnesium citrate and magnesium oxide. Journal of the American College of Nutrition, 1990. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2407766
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  6. Schuette SA, Lashner BA, Janghorbani M: Bioavailability of Magnesium Diglycinate vs Magnesium Oxide in Patients with Ileal Resection. Journal of Parenteral and Enteral Nutrition, 1994. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7815675
  7. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. eur-lex.europa.eu
  8. Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Overview on Tolerable Upper Intake Levels as derived by the Scientific Committee on Food (SCF) and the EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA). Version 11, August 2025. efsa.europa.eu
  9. Scientific Committee on Food: Opinion of the Scientific Committee on Food on the Tolerable Upper Intake Level of Magnesium (2001). In: EFSA, Tolerable Upper Intake Levels for Vitamins and Minerals, 2006. efsa.europa.eu
  10. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Höchstmengenvorschläge für Magnesium in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln. bfr.bund.de
  11. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Magnesium. dge.de
  12. Stiftung Warentest: Nahrungsergänzung mit Magnesium: Hilft Magnesium bei Muskelkrämpfen? test.de, 27.02.2026. test.de (abgerufen am 30.09.2026)
  13. Stiftung Warentest: Magnesiumpräparate: Wohltat für Waden. test.de, 25.10.2001. test.de (abgerufen am 30.09.2026)
  14. Öko-Test: Magnesiumpräparate im Test: Oft überdosiert und mit kritischen Zusatzstoffen. Öko-Test Magazin Juni 2026, online 18.06.2026. oekotest.de (frei zugänglicher Teil, abgerufen am 30.09.2026)
  15. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Magnesium. dge.de
  16. Sabatier M, Arnaud MJ, Kastenmayer P et al.: Meal effect on magnesium bioavailability from mineral water in healthy women. American Journal of Clinical Nutrition, 2002. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11756061

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