Magnesium nimmst du am besten zu einer Mahlzeit. Ob das morgens oder abends ist, kannst du dir so legen, wie es dir am besten passt, denn eine Studie, die beide Tageszeiten verglichen hätte, gibt es bis heute nicht. Gemessen ist dafür etwas anderes: Mit einer Mahlzeit nimmt der Körper etwas mehr auf als ohne, und von einer kleinen Menge auf einmal bleibt anteilig mehr hängen als von einer sehr großen. Für die Menge gibt es außerdem eine klare Grenze: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät, aus Präparaten am Tag höchstens 250 mg zu nehmen.

Für CALM von Fifty Five, unser eigenes Magnesium, empfehlen wir trotzdem den Abend, ganz einfach, weil die Kapseln dort am leichtesten zur Gewohnheit werden. Teilen lassen sie sich aber genauso. Die Grundlagen zu Magnesium stehen im Magnesium-Guide. Hier dreht sich alles um das Wann und das Wie, denn wir wollen, dass Magnesium bei dir einen festen Platz im Alltag bekommt.

Magnesium morgens oder abends: Was ist besser?

Einen Unterschied zwischen morgens und abends hat bisher niemand gemessen, du kannst Magnesium zu beiden Tageszeiten nehmen. Der verbreitete Rat, es für den Schlaf lieber abends zu nehmen, kommt eigentlich eher aus der Gewohnheit, und die Schlafstudien helfen bei der Frage auch nicht weiter.

In einer Studie der Leibniz Universität Hannover mit 155 Erwachsenen, die schlecht schliefen, gab es das Magnesium in der letzten Stunde vor dem Schlafengehen, in drei früheren Studien mit zusammen 151 älteren Menschen mit Schlafproblemen dagegen zwei- bis dreimal über den Tag verteilt. In beiden Fällen schnitt Magnesium etwas besser ab als das Scheinpräparat, egal ob abends oder über den Tag verteilt. Für den Schlaf ist das ein ermutigendes Zeichen, nur einen Vorteil für den Abend kann man daraus eben nicht ablesen. Was Magnesium beim Einschlafen überhaupt leisten kann, steht im Artikel über Magnesium bei Stress und Schlaf.

Am Ende entscheidet also dein Tagesablauf, und der sieht bei jedem anders aus:

Deine Situation So würden wir die Einnahme legen
Du willst es vor allem nicht vergessen Zu der Mahlzeit, die bei dir nie ausfällt, egal ob das Frühstück oder das Abendessen ist.
Dein Bauch reagiert empfindlich Immer zu einer richtigen Mahlzeit und nicht mehr als 250 mg aus Präparaten am Tag, denn bis zu dieser Menge blieb der Darm in den ausgewerteten Studien ruhig.
Du willst abends zur Ruhe kommen Zum Abendessen oder in der Stunde vor dem Schlafengehen, wie in der Studie aus Hannover, und zwar jeden Abend.
Du trainierst regelmäßig Zur Mahlzeit nach dem Training und nicht als große Portion kurz vor dem Start. Mehr dazu unter Magnesium im Sport.
Deine Tage laufen jede Woche anders An eine Mahlzeit hängen statt an eine Uhrzeit, also „nach dem ersten richtigen Essen“ statt „um 19 Uhr“.
Du nimmst regelmäßig Medikamente Erst den Abstand klären, bei einigen zählt er wirklich: Wechselwirkungen von Magnesium.

Am schwierigsten ist das im Schichtdienst, weil es den einen Abend gar nicht gibt, wenn der Dienstplan Früh, Spät und Nacht durcheinanderwürfelt. Krankenpfleger Ben nimmt sein Magnesium meistens direkt nach dem Dienst, und wie es dazu kam, erzählt er in seiner Geschichte über Magnesium im Schichtdienst.

Magnesium vor oder nach dem Essen, oder auf nüchternen Magen?

Am besten zum Essen oder direkt danach. Auf nüchternen Magen geht es auch, der Körper nimmt dann aber etwas weniger Magnesium auf.

Gemessen wurde das an zehn gesunden Frauen, die magnesiumreiches Mineralwasser einmal zu einer Mahlzeit und einmal ohne tranken: Mit Mahlzeit kamen 52,3 % des Magnesiums im Körper an, ohne waren es 45,7 %. Das ist kein großer Sprung, zeigt aber durchaus in Richtung Mahlzeit, wobei es um Wasser statt einer Kapsel ging und die Studie aus dem Forschungsinstitut eines Abfüllers stammt.

Ob du das Magnesium kurz vor, während oder nach dem Essen nimmst, dazu gibt es keine Messung. „Zur Mahlzeit“ reicht als Regel völlig. Und die Mahlzeit hat noch einen ganz praktischen Vorteil: Gegessen wird jeden Tag, und was am Essen hängt, braucht keinen Wecker im Handy.

Einmal am Tag oder aufgeteilt: Wie oft solltest du Magnesium einnehmen?

Einmal am Tag reicht völlig, solange die Menge aus Präparaten bei höchstens 250 mg bleibt, und wer mag, verteilt sie auf zwei Mahlzeiten. Gut untersucht ist dabei vor allem eines: Von einer kleinen Menge Magnesium holt sich der Darm anteilig deutlich mehr als von einer sehr großen.

Das ist wie bei einem trockenen Blumentopf: Kippst du die ganze Kanne auf einmal hinein, läuft das meiste unten wieder heraus. Gießt du in zwei, drei Schüben, bleibt das Wasser in der Erde. Für Magnesium wurde das schon 1991 durchgemessen, in einem Versuch mit gesunden Erwachsenen, die zu einer Standardmahlzeit unterschiedlich viel davon bekamen. Bei der kleinsten Menge kamen 65 % im Körper an, bei der größten, die fast ein Gramm betrug, nur noch 11 %.

So viel auf einmal nimmt zwar niemand, der Effekt zeigt sich aber auch im Kleinen. In einem späteren Versuch mit zwölf Männern wurden 126 mg Magnesium aus Mineralwasser einmal auf sieben und einmal auf zwei Portionen am Tag verteilt. Aus den sieben kleinen Portionen wurden rund 51 % aufgenommen, aus den zwei großen 32 %. Ein ziemlich deutlicher Unterschied, und er passt genau zu dem älteren, öffentlich finanzierten Versuch, auch wenn diese Studie wieder aus der Forschung eines Abfüllers kommt.

Was im Darm übrig bleibt, zieht dort Wasser an, und deshalb hängt auch die Verträglichkeit an der Portion. Der wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU hat aus den vorhandenen Studien abgeleitet, dass mit bis zu 250 mg zusätzlichem Magnesium am Tag kein Durchfall auftrat und ab etwa 360 mg ein kleiner Teil der Erwachsenen weichen Stuhl bekam, der nach ein bis zwei Tagen wieder verschwand. Daher kommt die Obergrenze von 250 mg für Präparate.

Praktisch heißt das: Je mehr du auf einmal nimmst, desto kleiner wird der Anteil, der ankommt, und desto eher meldet sich der Darm. Bleibst du bei höchstens 250 mg am Tag, kannst du die Menge ganz entspannt zu einer Mahlzeit nehmen oder auf zwei verteilen, je nachdem, was besser in deinen Tag passt.

Warum Magnesium abends einnehmen?

Für den Abend spricht die Routine, ein Studienergebnis dazu gibt es wie gesagt nicht. Magnesium bringt nur etwas, wenn jeden Tag etwas nachkommt, und Kapseln, die fest zum Abendessen gehören, werden zu einem ruhigen Schlusspunkt des Tages, über den du irgendwann gar nicht mehr nachdenkst.

So halten wir es auch bei CALM: am besten abends zu einer Mahlzeit. Wer mag, nimmt eine Kapsel morgens und eine abends. Die 206 mg elementares Magnesium haben wir bewusst auf zwei Standard-Kapseln verteilt, statt sie in eine große zu pressen. So bleibt die Dosis teilbar. Drin sind Magnesiumbisglycinat und Magnesiumcitrat, auf Magnesiumoxid verzichten wir komplett. Warum wir gerade diese beiden nehmen, steht bei den Magnesiumformen.

Wenn bei dir das Abendessen öfter ausfällt als das Frühstück, nimmst du die Kapseln eben morgens, zu einer Mahlzeit gehören sie so oder so.

Mir hilft es wirklich beim Abschalten. Es ist Magnesium und sicher kein Wundermittel, aber ich fühl mich spürbar ruhiger.
Laura F. Verifizierter Kauf

Verträgt sich Magnesium mit Kaffee?

Ja, einen Abstand zwischen Tasse und Kapsel brauchst du nach allem, was bisher gemessen wurde, nicht. Koffein lässt die Niere zwar für ein paar Stunden etwas mehr Magnesium ausscheiden, über den ganzen Tag gerechnet sind das aber nur rund 4 mg. Deinen Morgenkaffee musst du dem Magnesium zuliebe also wirklich nicht opfern.

Die Zahl stammt aus einem Versuch mit 17 gesunden Erwachsenen, die morgens zweimal Koffein bekamen, zusammen grob so viel wie in drei bis vier Tassen Kaffee. Sechs Stunden lang ging mehr Magnesium über den Urin verloren, in der Nacht sparte der Körper einen Teil davon wieder ein, und über 24 Stunden fehlte am Ende nur dieser kleine Rest. Gemessen an den 300 mg für Frauen und 350 mg für Männer, bei denen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ihren Schätzwert für eine angemessene Zufuhr ansetzt, ist das gut ein Prozent.

Ob Kaffee die Aufnahme einer Magnesiumkapsel im Darm stört, hat noch niemand untersucht, und solange das so ist, sehen wir keinen Grund, das Frühstück umzubauen.

Wie schnell wirkt Magnesium?

Im Körper ist Magnesium schon nach wenigen Stunden. Bis du etwas davon merkst, vergehen aber eher Wochen. Die Studien zu Schlaf und Befinden haben ihre Ergebnisse meist nach vier bis acht Wochen gemessen.

Das liegt daran, wie der Körper mit Magnesium umgeht. Er scheidet es laufend aus, deshalb muss jeden Tag etwas nachkommen, und seine Speicher füllen sich über Wochen. Im Blut ist davon weniger als 1 % unterwegs, rund 99 % sitzen in Knochen, Muskeln und anderem Gewebe. Wie lange es dauert, bis Magnesium wirkt, hängt deshalb davon ab, worauf man schaut, und die Studien haben zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten gemessen:

Worauf die Studie geschaut hat Wann gemessen wurde Was dabei herauskam
Magnesium im Urin nach einer einzelnen Portion in den ersten vier Stunden In einer Untersuchung mit Magnesiumcitrat war es in dieser Zeit schon im Urin der Freiwilligen messbar, es war also im Körper angekommen.
Nächtliche Krämpfe bei älteren Erwachsenen nach vier Wochen Eine Auswertung der Cochrane Collaboration fand keinen spürbaren Nutzen, und diese Aussage ruht auf fünf Studien mit zusammen 271 Personen. Als Soforthilfe bei einem akuten Krampf ist Magnesium nicht belegt.
Schlaf bei Erwachsenen, die schlecht schliefen nach vier Wochen, in den früheren Studien nach drei bis acht Wochen Zu diesen Zeitpunkten lag Magnesium in den beiden Arbeiten von oben etwas vor dem Scheinpräparat.
Leichte Beschwerden vor der Periode nach dem ersten und nach dem zweiten Zyklus Bei 38 Frauen in einer Studie aus Großbritannien gab es nach dem ersten Zyklus keinen Unterschied zum Scheinpräparat, nach dem zweiten nur bei Wassereinlagerungen. Mehr dazu unter Magnesium für Frauen.
Magnesiumwert im Blut über Wochen bis Jahre In einer gemeinsamen Auswertung von 48 Studien mit mehr als 2.000 Erwachsenen stieg der Wert langsam und blieb bei 300 mg am Tag nach rund 20 Wochen stabil.

Die 20 Wochen aus der letzten Zeile gelten nur für den Blutwert, und der ist träge, weil der Körper ihn aus seinen Speichern lange konstant hält. Laut DGE hält er sich selbst bei knapper Versorgung mehr als 80 Tage, und in der großen Auswertung stieg er umso weniger, je höher er am Anfang schon war. Die gute Nachricht: Mit deinem Befinden hat das wenig zu tun, die Studien dazu sahen ihre Unterschiede ja schon nach einigen Wochen. Eine Woche ist zum Ausprobieren trotzdem zu kurz. Am meisten tut sich dort, wo vorher etwas gefehlt hat, und ob das bei dir so ist, kannst du mit dem Artikel zum Magnesiummangel ganz gut einschätzen.

Was „wirken“ bei einem Nährstoff heißt

Ein Nährstoff wirkt anders als eine Kopfschmerztablette, bei der du nach einer halben Stunde weißt, ob sie geholfen hat. In der EU sind für Magnesium genau zehn Aussagen geprüft und zugelassen, und alle beschreiben den Normalbetrieb des Körpers: Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion, zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei, nachzulesen im EU-Register der gesundheitsbezogenen Angaben. Eine Aussage zu Schlaf, Entspannung oder Krämpfen ist nicht darunter, und eine Tageszeit oder Frist nennt keine der zehn. Was hier über Wochen, Zyklen und Uhrzeiten steht, ist Studienlage. Für dich folgt daraus vor allem eines: jeden Tag nehmen und dem Ganzen ein paar Wochen geben.

Magnesium richtig einnehmen: Was solltest du sonst beachten?

Außer Mahlzeit und Portion zählt vor allem die Summe, denn die 250 mg gelten für alle Präparate zusammen, und Magnesium steckt oft nebenbei im Multivitamin oder in der Brausetablette nach dem Sport. Wie du das für dich zusammenzählst, steht im Artikel zur Dosierung von Magnesium.

Im Multinährstoff BASE steckt bei uns bewusst kein Magnesium, es hat seine eigene Kapsel, weil es wirksam dosiert eine ausreichende Menge braucht. Bei uns heißt die Routine deshalb BASE morgens und CALM abends. Wie RISE mit seinem Vitamin D und PULSE, unser Omega-3, dazu passen, steht unter Magnesium kombinieren. Dort geht es auch um Zink, Eisen und Calcium, die morgens ja gern daneben liegen.

Das Essen zählt bei der Obergrenze nicht mit, für deine Versorgung aber sehr wohl. Wer viele Lebensmittel mit Magnesium auf dem Teller hat, braucht aus der Kapsel entsprechend weniger. Bleibt noch die Form. Mit der Uhrzeit hat sie gar nichts zu tun, aber sehr viel damit, wie viel Magnesium du am Ende tatsächlich aufnimmst. Was Citrat, Bisglycinat und Oxid da unterscheidet, erklärt der Vergleich der Magnesiumformen.

FAQ

Kann man Magnesium morgens und abends nehmen?

Ja, das geht problemlos, solange aus Präparaten insgesamt nicht mehr als 250 mg am Tag zusammenkommen. Bei CALM heißt das dann einfach eine Kapsel zum Frühstück oder Mittagessen und die zweite zum Abendessen, wenn dir das besser passt als beide zusammen am Abend.

Kann man Magnesium mit Milch einnehmen?

Magnesium kannst du mit Milch einnehmen, wir kennen keinen Grund, der dagegen spricht. Die Sorge gilt meist dem Calcium in der Milch, und wie die beiden Mineralstoffe zusammenpassen, steht ausführlich unter Magnesium kombinieren.

Magnesium Komplex: Wann einnehmen?

Wie jedes andere Magnesium auch, also zu einer Mahlzeit. Dass mehrere Formen in einem Präparat stecken, ändert an der Tageszeit nichts. Mehr hängt daran, wie viel Magnesium pro Portion drinsteckt und woraus es besteht, und das zeigt unser Vergleich von 13 Magnesium-Präparaten.

Was tun, wenn ich eine Einnahme vergessen habe?

Wir würden sie nicht nachholen und am nächsten Tag ganz normal weitermachen. Die doppelte Menge auf einmal bringt wenig, weil der Darm von großen Portionen einen kleineren Anteil aufnimmt und der Rest eher den Bauch beschäftigt. Und bei einem Nährstoff, dessen Speicher sich über Wochen füllen, fällt ein einzelner Tag nicht ins Gewicht.

Wie lange sollte man Magnesium einnehmen?

Am besten dauerhaft, denn Magnesium ist nichts, was du ein paar Wochen nimmst und dann abhakst. Dein Körper scheidet es laufend aus, also muss auch laufend etwas nachkommen. Die Studien zu Schlaf und Befinden haben ihre Ergebnisse meist nach vier bis acht Wochen gemessen, und der Blutwert war in der großen Auswertung erst nach rund 20 Wochen stabil. Wer dranbleibt, gibt dem Magnesium also überhaupt erst die Zeit, die es braucht. Bei gesunden Nieren und maximal 250 mg am Tag aus Präparaten spricht auch auf lange Sicht nichts dagegen. Zwei Kapseln CALM zum Abendessen sind dafür eine Routine, die sich ganz leicht durchhalten lässt.

Disclaimer:

Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt oder Apotheker. Die hier bereitgestellten Informationen sollten nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei Gesundheitsfragen oder -beschwerden konsultiere bitte immer einen Arzt deines Vertrauens. Fifty Five übernimmt keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.

Quellen

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